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Geschichte


Gründung der C.U.K. am 3. Dezember 1899 in Winterthur, Schweiz 

Aus der Gründungszeit des C.U.K.  

Tausende von skandinavischen Handwerkern - insbesondere aus Dänemark - reisten bei der Jahrhundertwende ins Ausland, um sich weiterzubilden und um andere Landessitten und -gebräuche kennenzu­lernen.  In ganz Europa gingen schon anfang 1870 viele junge dänische Handwerker auf die Walz.
Bereits 1880 wurde die Skandinavische Vereinigung Zü­rich gegründet, 1885 der Skandinavische Verein St. Gallen ge­folgt von Basel 1888, Bern 1890 und Winterthur 1892 sowie Kreuzlin­gen 1896. Alle diese Vereine hatten aber keine Möglichkeit,die Gesellen, wenn sie in grosser Zahl unterwegs waren, finanziell zu unterstützen.  
Be­reits 1887 machte Uhrmacher Arnold Hertz von Basel den Vorschlag, eine Zentralorganisation für die verschiedenen Vereine zu gründen und einen Gesetzesvorschlag betreffend Unterstützung der Gesellen zu ent­werfen. Lange Zeit passierte nichts. 
Erst als Arnold Hertz 1897 nach Zürich umzog und dort Mitglied im Skandinavischen Verein Zürich wurde, veröffentlichte ein Komitee  einen Gesetzesentwurf. Es war aber immer noch zu früh, den Gedanken zu rea­li­sieren.   
Erst unter dem grossen Ausschluss 1899, mit der daraus folgenden  Invasion von zugereisten Gesellen, wurden diese Ge­danken einen Schritt vorwärts gebracht.  
Der grosse Ausschluss 1899 zwang Tausende dänische Handwerker nach Deutschland. Dies war aber für diejenigen dänischen Handwerker, die schon dort Arbeit hatten, eine grosse zusätzliche Belastung, weil man die zugereisten Gesellen unterstützen musste und dies meist aus eigener Tasche. Den Neuzugereisten fehlte Geld für Essen, Logie, Schuhe und ähnliche lebensnotwendige Dinge. Aber man fand schnell heraus wo man Landsleute traf . Mit der Zeit fanden die Neuzugereisten Gesellen in Deutschland Ar­beit, aber ein grosser Teil reiste in die Schweiz.  
Bei einer Gründungsfeier in Arbon, wo ein Teil der Gäste aus den umliegenden Städten St.Gallen, Frauenfeld und Kreuzlingen anwesend waren, gelang es endlich, eine Interessengemeinschaft zu schaffen und eine Delegiertenversammlung einzuberufen, wozu die mei­sten skandinavischen Vereine in der Schweiz Repräsentanten sandten.   
Diese Sitzung fand am 2. und 3. Dezember 1899 in Winterthur im Re­staurant Ober­gass statt. Hier wurde die C.U.K. mit Dele­gierten der Vereine von Arbon, Basel, Bern, Luzern, Kreuzlingen, Zürich und Winterthur gegründet 
Für den Sitz des Hauptvorstandes wurden Kreuzlingen und Arbon gewählt. Peter Jörgensen, Kreuzlingen, als erster Präsi­dent, Chr. Nielsen, Arbon, als Protokollführer und W. Bahnson, Arbon, als Kas­sier. 1902 wurde Peter Jörgensen auch Redakteur unseres Mittei­lungsblattes "Den farende Svend“.  Die Führung des C.U.K. wird durch den Hauptvorstand erledigt. Der Hauptsitz des C.U.K. war bis zum 2. Weltkrieg in der Schweiz. Nach dem Krieg wurde der Hauptsitz nach Dänemark verlegt, dies weil dort die meisten Mitglieder leben.  
C.U.K. hat heute gesamthaft etwa 1’000 Mitglieder, davon 130 aus­ser­halb Dänemark. Hier in Zürich sind wir jetzt 50 ak­tive Navermitglieder.   1959 hatte die C.U.K. Zürich nur dänische Mitglieder, und man änderte den Namen auf „Den Danske Forening Zürich C.U.K.“. Heute haben wir einzelne Schweizer als Mitglieder und sonst nur Dänen.
1973 habe ich die Präsidentschaft nach RD Hans Rasmussen übernommen. Damals waren wir nur 5 aktive Naver­mitglieder danebst  Passivmitglieder und Passivmitglieder mit Stimmrecht. Die letzten revidierten Statuten waren von 1927, und der neue Vorstand machte sich sofort an die Aufgabe, diese zu revidieren und modernisieren.
Viele von den Jungen die in den Jahren 1970 - 1980 in die Schweiz kamen, waren Handwerker. Einige hörten über den alten Naververein, meldeten sich, so dass wir eine Zeitlang bis zu 60 aktive Mitglieder waren. Dies war im besonderen dazu mitwirkend, dass wir von der BIGA anerkannt und Mitglied wurden.  
Dadurch hatten wir die Gelegenheit, hier von der Zürcher Abteilung aus, vielen jungen Dänen bei der Stellensuche zu helfen. 
Seit 1971 darf man nicht mehr in die Schweiz reisen um Arbeit zu suchen, sondern muss eine Arbeitstelle haben, und bei der Einreise die nötige Arbeitsbewilligung.  

Flemming Vilhelmsen

 
100 Jahr Feier 1999 in Winterthur 
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